Das mondäne Ostseebad Sopot

Eines der berühmtesten und schönsten Seebäder Polens.

Urlaub in Sopot

Sopot (deutsch Zoppot) bildet zusammen mit Gdansk/Danzig und Gdynia/Gdingen die sogenannte Trojmiasto/Dreistadt und gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Ostseekurorten. Die 40.000 Einwohner zählende Sommerhauptstadt Polens wird jedes Jahr von ca. 2 Millionen Touristen besucht. Tendenz steigend.

Das Seebad blickt auf eine erfolgreiche Tradition zurück. Die ersten Erwähnungen stammen aus dem XIII Jahrhundert, als sich in Gdansk der Zisterzienserorden niederließ. Sopot, damals ein kleines Dorf, wurde von dem damaligen pommerschen Prinzen den Mönchen geschenkt. Man erkannte den Wert der natürlichen Schätze der Region (Solequellen, Heilmoor und die gesundheitsfördernde Jodluft) sehr schnell. Seit Renaissance entwickelte sich das kleine Dorf zu einem wichtigen Kurort, in dem sich nicht nur Danziger gern erholen. Der Besuch des französischen Arztes in der napoleonischen Armee veränderte die Stadt. Fasziniert von Schönheit des Ostseebades ließ er hier eine moderne Kuranstalt bauen und einen Kurpark anlegen. 1901 sprach der deutsche Kaiser dem inzwischen viel besuchten Seebad das Stadtrecht zu. Weltbekannt wurde Sopot Anfang in den zwanziger und dreißiger Jahren des XX Jahrhunderts, die Reichen und Berühmten reisten nach Sopot, um ihre Erholung in den luxuriösen Villen und noblen Hotels zu genießen. Das 1927 im Jugendstil erbaute „Grand-Hotel“ wurde neben der 1928 erstandenen Mole zum Wahrzeichen der Stadt. Es hieß: "Wer jedes Jahr nach Zoppot kommt, wird lange Zeit auf dieser Erde bleiben". Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Sopot an seinem Glanz, blieb jedoch ein beliebtes Urlaubsziel. Lange Zeit galt die Stadt als Tummelplatz der Künstler. Viele polnische Musiker begannen hier ihre Karriere und das seit 1961 organisierte Musikfestival gehört zu den wichtigsten Ereignissen im polnischen Kulturleben. Zu Zeiten des Eisernen Vorhangs bat die einzige Möglichkeit, westliche Stars und Sterchen live zu erleben. Unvergesslich bleiben die Auftritte von Boney M oder Marilion. Die überdachte Waldoper, die zu den schönsten Freilichtbühnen in Europa gehört, liefert die einmalige Kulisse für den Event. Sie galt für viele Künstler des Ostbocks (Helena Vondrackowa, Jiri Korn, Frank Schäbel, Alla Pugaczova) als Karrieresprungbrett.

Sopot als traditionsreicher Badeort hat zahlreiche Attraktionen zu bieten. Neben dem wunderschönen, 4,5 km langen Sandstrand mit der längsten Holzmole im gesamten Ostseeraum lohnt es sich die Stadt näher kennen zu lernen. Nach der politischen Wende bemüht man sich den alten Glanz der Stadt wiedererstrahlen zu lassen. Noble Villen im Jugendstil wurden sorgfältig renoviert, die touristische Infrastruktur wurde ausgebaut. In der Flaniermeile der Stadt, die Monte Casino-Strasse, die man liebevoll Monciak nennt, befinden sich zahlreiche Bars, Cafés, Boutiquen und Kunstgalerien. Sehenswert ist das so genannte "Krzywy Dom" (das Krumme Haus), das Restaurants, Pubs und kleine Geschäfte beherbergt. Die Strasse führt direkt zur nächsten Attraktion von Sopot, zur Mole. Sie ist nicht nut der Treffpunkt für Touristen, sondern auch ein idealer Ort für gesunde Spaziergänge (die Jodkonzentration ist am Ende der Mole doppelt so hoch wie an der Küste).

In Sopot findet man viel Jugendstil-Architektur. Es lohnt sich durch die Strassen mit prächtigen Villen zu schlendern. Für Geschichteinteressierte stehen zwei Museen zur Verfügung: das Stadtmuseum Sopot und das Freilichtmuseum „Grodzisko w Sopocie“ („Burg in Sopot“). Über 60% der Gesamtfläche der Stadt bilden die Grünflächen. Wunderschöne Parkanlagen laden zu erholsamen Spaziergängen ein. Trojmiejski Park Krajobrazowy (Naturschutzgebiet der Dreistadt), der sich südlich von Sopot erstreckt, ist ein idealer Ort für Ruhe- und Naturliebhaber. Der Park in Obersopot bietet Gelegenheit zu Spaziergängen über die bewaldeten Anhöhen um Lysa Gora herum, auf denen sich im Winter die Skifahrer tummeln.

Touristeninformation

  • ul.Dworcowa 4, Tel.: (058) 5503783
Essen und Trinken
  • Restaurant "Balzac" (u. 3 Maja 7): französische Küche
  • Villa Hestia (ul. Wladyslawa IV 3/5): polnische, italienische und französische Küche
  • Zhong Hua (al. Wojska Polskiego 1): chinesische Küche
  • Greenway (ul. Powstancow Warszawy2/4/6): vegetarische Küche
  • Galeria Kinsky (ul. Kosciuszki 10): die Bar befindet sich in dem Geburtshaus von Klaus Kinski, eine Art Gedenkstätte an den Schauspieler
  • Nachtclub Sfinks (ul. Powstancow Warszawy 2/4): eine einmalige Atmosphäre, die auch bekannte Persönlichkeiten, Schauspieler und Kulturleute anzieht.
  • LiliMarlene (ul. Powstancow Warszawy 6): eine gemütliche Bar auf der Mole
    Discos und Clubs
  • CLUB CAFE NR 5, Boh. Monte Cassino 5, Tel.: (058) 8025718
  • KLUB ATELIER, Al. Mamuszki 2, Tel.: (058) 5558906
  • EUFORIA, Plac Zdrojowy 2, Tel.: (058) 5512547
Museen
  • Museum der Stadt Sopot, Poniatowskiego 8, Tel.: (058) 5512266
  • DAS ARCHEOLOGISCHE FREILICHTMUSEUM "GROSSE BURG IN SOPOT", Haffnera 63, Tel.: (058) 58) 3015228
Galerien
  • Staatskunstgalerie, Powstanców Warszawy 2–6, Tel.: (058) 5510621
  • Galerie der Modernen Kunst "TRIADA", Boh. Monte Cassino 3, (058) 5511525
  • Galerie STS, Grunwaldzka 47
  • Galerie RADWAN, Kosciuszki 7/2, Tel.: (058) 5500831